Vorteile des multidisziplinären Ansatzes

Das Projekt in Stavanger ist ein eindrucksvolles Beispiel für die fruchtbare Symbiose, die sic aus der Zusammenarbeit verschiedener Gewerke aus einer Hand ergibt. Michael Ruffert, Projektmanager bei Hertel, sagt: "Wir waren in der Lage für dieses Projekt eine große Bandbreite an Fähigkeiten aus einer Hand anzubieten. Dies reduzierte die Anzahl an Lieferanten mit denen Linde kommunizieren musste, da Hertel für die Koordination der unterschiedlichen Elemente des Projektes verantwortlich war.

Als General Mechanical Contractor war Hertel für folgende Gewerke zuständig: Rohrleitungsbau, Ausrüstungsmontage, Gerüstbau, Isolierung, komplette Lagerhaltung. Darüber hinaus war Hertel verantwortlich für Projektmanagement, Kostencontrolling, Dokumentation und Projektsicherheit.

Basierend auf Erfahrung

Dr. Erich Ettlinger, Senior Project Manager bei Linde, fügt hinzu: "Die Entscheidung, Hertel für dieses Projekt zu beauftragen, basierte auf unseren bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit Hertel und dem Wissen, dass sie in der Lage auf hohem technischen Standard zu agieren."

Das Management-Team hatte viel Erfahrung mit der Arbeit an ähnlichen Großprojekten. Außerdem wurde ein Projektteam permanent vor Ort in Norwegen stationiert. Sie waren in der Lage das multidisziplinäres Hertel-Netzwerk zu nutzen, sowie ihre Kenntnisse über notwendige Prozesse und benötigtes technisches Know-how aus ganz Europa zu nutzen.


Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Ein Spezialisten-Team aus Litauen Hertel wurde beauftragt, um die Isolierungsarbeiten zu übernehmen, da sie bereits Erfahrungen mit der Arbeit an LNG-Anlagen in sehr kalten Umgebungen hatten. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde intern durch Hertel koordiniert, um die termingerechte Auslieferung und die Einhaltung des Budgets zu gewährleisten.

Diese Spezialisten installierten sowohl Kälte- als auch Wärmedämmung an Rohren verschiedener Stärken und Materialien. Auch eine feuerfeste Beschichtung wurde auf mehrere Ausrüstungsteile aufgebracht. Bevor das Isolierungsteam mit der Arbeit begann, wurde das Gerüst von Hertel errichtet, um eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

Hertel koordinierte außerdem den Zufluss an Mitarbeitern, um sicherzustellen dass immer genügend Know-how vor Ort war. Nach Norwegischem Recht, durfte kein Mitarbeiter mehr als 46 Stunden pro Woche arbeiten. Um sicherzustellen, dass die Arbeit dennoch möglichst schnell voran ging, arbeiteten Hertel Mitarbeiter drei Wochen und hatten dann eine Woche frei - alles nach einem Rotationsprinzip.

3D Rohrleitungen

Hertel war in der Lage, auch abseits der Baustelle Expertenwissen zu nutzen, um sicherzustellen dass extrem hochwertige Produkte geliefert wurden. Die Materialien wurden zur Vorfertigungswerkstatt in Leipzig zusammen mit einer isometrischen 3D-Zeichnung der gesamten Rohrsysteme ausgeliefert. Kleinere Pläne der einzelnen Rohrabschnitte wurden dann digital produziert. Vor dem Röntgen erfolgten das Schweißen und das Anbringen des Korrosionsschutzes in der kontrollierten Umgebung der Vorfertigung. Dieses Verfahren gewährleistete eine effiziente Dokumentation.

Expertise und Projektmanagement

In der Spitze waren bis zu 180 hoch motiviert und gut ausgebildete Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt, die die hohe Qualität der Umsetzung gewährleisteten. Gestützt auf das Know-how, die Fähigkeiten und die langjährige Erfahrung von Hertel, wurde das Projekt im Rahmen des Budgets abgeschlossen. Alle wichtigen Meilensteine wurden erreicht, so dass die Inbetriebnahme im Mai 2010 sicher gestellt werden konnte.